Mit Europadiplom: die Wegelate Säge

Bei der Wegelate Säge handelt es sich um das einzige intakte Venezianer-Sägewerk im weiten Umkreis. 

 

Wenn das Werk im Vollbetrieb läuft, dann klappert und rattert, spritzt und sprüht es, dass nicht nur Technik-Nostalgiker ihre helle Freude haben. Wasser des nahen Stallerbachs wird aus- und mit intelligenten Lenkvorrichtungen auf  drei Antriebe (Abkopfsäge, Kreissäge und Gatter) geleitet. Das Werk steht im vorderen Arntal, unterhalb der Klamm. Wer zur Oberstaller Alm unterwegs ist, kommt an der Wegelate Säge vorbei. Der Name des Typs – Venezianer-Gatter - weist darauf hin, dass die südlichen Nachbarn in Venetien hinter der Erfindung stehen. 1883 wurde diese Säge errichtet – von einem Bauern mit dem Hofnamen Wegelate. Das geschnittene Holz wurde im Winter auf Schlitten zur Bahnlinie im Pustertal hinaus transportiert.

1951 wurde die Wegelate Säge durch einen Lawinenabgang zur Gänze zerstört, aber sofort wieder aufgebaut. 1968 wurde die Säge stillgelegt. Dem Villgrater Heimatpflegeverein ist es zu danken, dass  diese einzigartige Anlage vom Verfall gerettet wurde. Die Säge wurde vorerst unter Denkmalschutz gestellt. 1993 gelang dann mit Hilfe von findigen Köpfen die stilgetreue Wiederinstandsetzung.
Im Jahr 1999 wurden die Wegelate-Säge und alle Helfer mit ihr mit dem renommierten Europa-Nostra-Diplom ausgezeichnet – wie der Turm der Salvator-Kirche in Brügge und das Beethoven-Haus in Bonn. Die Begründung der Jury lautete: „Für die technisch einwandfreie Renovierung eines Industriedenkmals unter Einsatz wertvoller freiwilliger Arbeit“. Im Jahr 2000 erhielt der Villgrater Heimatpflegeverein auch den Henry-Ford-Umweltpreis.

ÖFFNUNGSZEITEN: ab  Juli bis ca. Mitte  September jeden Dienstag und Freitag  
Führung um 14.00 Uhr                   

EINTRITT:
Erwachsene € 5,--, Kinder bis 14 Jahren frei!
Für Gruppen und Busse ab 20 Personen pro Person € 4,--
Gruppen ab 10 Personen auf Voranmeldung täglich möglich (außer Sonntags) im TVB-Büro Innervillgraten (Tel.: 050 212 340

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