Butter und Käse

Die Milch wird zu verschiedensten Produkten wie Butter, Butterschmalz, Topfen, Käse und „Schotten“ weiterverarbeitet. Zur Herstellung von Butter wurde die Milch früher in einen Holzkübel - den „Schloaka“ oder „Schlaaka“ - gegossen, der mit einem Brett verschlossen wurde. Durch ein Loch in diesem Deckel wurde eine Stange gesteckt und die Milch damit so lange gerührt, bis daraus Butter entstand. Aus diesem hat man dann durch Kochen, Schmalz gewonnen. Es wurde in Holzfässern gelagert und größtenteils weiterverkauft. In beiden Tälern werden auch heute noch verschiedenste Arten von Käse erzeugt. Den „Ziger“ stellt man im Villgratental aus saurer („gestockter“) Milch her, die mit Salz und Schnittlauch vermischt wird. Bei einer anderen Art der Käsezubereitung wird der entrahmten Milch Lab (ein Ferment) beigegeben und dann ein paar Tage stehen gelassen, bis sie sauer und dick geworden ist. Zum Austropfen kommt der Topfen in einen Sack aus groben Leinen, wird danach auf ein Brett gelegt und mit einem Stein beschwert, bis der Käse fest ist und abschließend mit Salz und Schnittlauch gewürzt. Den sogenannten „Schotten“, stellt man her, indem man obigen Käse knetet und zu Kugeln formt, die dann getrocknet werden. Die Erzeugnisse, die auf der Alm hergestellt wurden, mussten ins Tal gebracht werden. Dazu war es in Gsies früher üblich, dass die Frauen das „Schaffl “ (Holzbottich) mit Milch und Butter auf dem Kopf transportierten. Zur „Abfederung“ der schweren Last wurde ein „Ridl“ - ein flacher Polster aus Loden mit Rosshaar oder Watte gefüllt - auf den Kopf gelegt. Männer benutzten hingegen zum Milchtragen meist eiserne Kannen, sogenannte „Bugglkandln“, die man am Rücken trug.

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