Drechsler

Das „Traxlwerk“ (Drechseln) ist eine alte Tradition in Gsies, die bis heute ausgeübt wird. Auf einer sogenannten Drehbank werden Teller und Schüsseln hergestellt. Dazu wird meist das gut zu verarbeitende Holz der Zirbe (Pinus cembra) verwendet. Der „Zirm“ ist ein Hochgebirgsbaum der Alpen, der sehr langsam wächst und bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Das gelbliche Holz verströmt einen charakteristischen Duft. Zum Drechseln werden schöne gerade Stämme ausgesucht. Vom dickeren Ende des Schaftes wird ein Stück abgeschnitten, in Faserrichtung halbiert und zu einer schüsselähnlichen Form zugehackt. Diese Teile werden dann in die Drehbank eingespannt und mit speziellen Dreheisen zu Gefäßen geformt. So entstehen aus einem Stück Holz mehrere Schüsseln verschiedener Größe. Früher wurde das größte Gefäß zum Aufbewahren von Schmalz, die nächst kleineren zum Entrahmen der Milch oder zum Auftragen von Essen und die kleinsten z.B. als Katzenschüsseln verwendet. In vergangenen Zeiten wurde das Holz meist an Ort und Stelle, also auf dem Berg, verarbeitet. Als Drehbank verwendete man dort Holzgestelle, die mit Stricken zusammengebunden an Baumstämmen befestigt wurden. Eine Person hielt das Dreheisen, die andere sorgte für den Antrieb. Heute wird diese Arbeit mit einer elektrisch angetriebenen Drehbank ausgeführt.

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