Heilkräuter

Da man früher nur selten zum Arzt ging, behalf man sich mit verschiedensten Heilkräutern bzw. deren Mischungen zur Linderung von gesundheitlichen Problemen und viele dieser „Kraitlan“ werden auch heute noch verwendet. Einige dieser Gebirgspflanzen sollen hier angeführt werden:

Das Isländische Moos (Cetraria islandica), die „Goasstraube“, ist eine Strauchflechte des Hochgebirges. Es wirkt antiseptisch, appetitanregend, krampflösend und hilft gegen Brechreiz. Mit Huflattich (Tussilago farfara) und Quendel (Thymus serpyllum) wird es als „Tê fir di Huischte“ (Tee gegen Husten) verwendet.
Der Wacholder (Juniperus communis ssp. Alpina), „Kranewitt“, wächst meist strauchartig auf kargen sonnigen Plätzen des Hochgebirges. Seine Beeren wirken auf den Verdauungstrakt. Ein alter Spruch aus dem Villgratental lautet: „Iss Kranewitter und Pimpinell (Pimpernelle), dann wirst du sterbm nicht so schnell“.
Die Blüten der Arnika (Arnica montana), „Ogsnbluim“, „Madebluim“, gelten als Wundmittel mit blutstillender Wirkung, Arnikaschnaps wird bei Muskelbeschwerden eingerieben.
Ein Erkennungsmerkmal des Johanniskrauts (Hypericum perforatum), „Herrgotts Wunderkraut“, ist die rote Färbung, wenn man die Blüten zwischen den Fingern zerreibt. Es soll bei Rheumatismus, Hexenschuss, Brandwunden sowie depressiven Verstimmungen helfen. In vorchristlicher Zeit wurden Kränze von Johanniskraut auf die Dächer geworfen, um sich vor Blitzen zu schützen. Auch als Liebesorakel wurde die Pflanze verwendet. Die Blüten wurden dabei in einem Leinentüchlein zerdrückt: „Ist die Liebe gut, kommt rotes Blut, ist die Liebe aus, kommt Wasser heraus“.

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